Leicht & Sinnig

Belangloses in unregelmäßigen Abständen

Start
Über mich
Email
Archiv
RSS


Letzte Kommentare von: Kristof, siria, kristof, Frau Nachbarin, Frau Nachbarin, siria, Kristof, Frau Nachbarin, Frau Nachbarin, Kristof, siria, siria, Kristof, arboretum, Kristof, ...
 The Big Picture
 BlackBlog
 Farbfreu
 GER71
 Vimeo
 Youtube
 
Kid37 / Chat / Giardino / Mariong / Marc / Vowe / Arboretum / Nelly / Fefe / Dings / Siria / Wortmischer
 
Topleftpixel / Topleftpixel / Fotok / LostInShots / Bananaphoto / Fff / Engraver / 20x30 / Lupicture / Pun
 
Interieur / Kätzchen / Blümchen / BW / Bier / Food / Bahn / KGA / Gesichter / Cemetery / Rost / Auto / Photofriday
 
Kopfhoch ~ Jens ~ Eva ~ Kaltmamsell ~ Don ~ Axelk ~ Godany ~ Gross ~ Sturmflut ~ Sturmfrau ~ Doc ~ Düsenschrieb ~ Stil ~ Anke ~ Boomerang ~ Gorilla ~ Borrowfield ~ Zebu ~ Etosha ~ Oldeurope ~ Stella ~ Vert ~ Dev ~ Svenk ~ Huflaikhan ~ Formfreu ~ Stubenzweig ~ Wilson ~ Mutti ~ Jette ~ Frauk ~ Teichrose ~ Mks ~ Schoenundgut ~ Ebbelwoicity ~ Hammernich ~ Bobbes ~ Digger ~ Ruthe ~ Nase ~ 12 ~ Am Rande ~ Moff ~ Flix ~ Meta ~ Clausast ~ Fuchskind ~ Stuttmann ~ Schwarzetage ~ Egon ~ Fail ~ Schisslaweng ~ Strich ~ Krumins ~ Xkcd
 
Mini Url / Dict.leo.org / Maps / Ecosia / TVInfo / Fussball / Wikipedia / Spiegel Online / FR / FR: Langen / OP / Echo / FAZ / Zeit / Nzz / Standard / Ksta / Waz / Nrhz / Taz / Bbc / Guardian / Sueddeutsche / Heise / Golem / Winfuture / Titanic / Eulenspiegel / Postillon / Kino Darmstadt / Kino Langen / Kino-Langen / Centralstation / Himmelhoch / Stöffchemacher / Norient / Mashup / Mtown / G3rst / Soul / Rillenrudi / Bad Panda / Fma / Subnav / Elkline / Bildblog / Gesundheit / Lawblog / Philoblog / Langeninfo / Trebur / Darmundestadt / Pfungstadt / Histofakt / Augias / Steine / Mittelalter / Fotoarchiv / Mittelalter / Archivalia / Stadtlandsand / Brightsblog / Blogger
 
 
470er / Sailworld / Sailing-News.ch / Sailinganarchy / DSV / Binnensegler
 
 1. Liga
 2. Liga
 Wetter Langen
 Wetterradar
 Windytv
 FF Langen
 POL-OF
 Vielleicht
 Ohne Sauerstoffgerät
 Langen
 Darmstadt
 
Openskymap . FlightRadar . Verkehr . Openstreetmap . Opencyclemap . Hikingmap . Openpiste . Geodaten de . Hochwasser de . Pegel . Geothermie de . Landschaften de . Stickstoff . Strahlung . Umweltportal . Seekarten . Landkreis Offenbach . OSM Blog




Seite 2 von 539

[|<<<] [ << 1]  (Seite 2)   [3 >>] [ >>>|]

Watchlist


Der neue heiße Scheiß aus Australien ist gerade "Tash Sultana", eine junge, sehr talentierte Frau mit guter Stimme und Gitarre, die zudem auch noch viele weitere Instrumente am Start hat. Das Beeindruckende ist allerdings, daß sie überwiegend alles allein spielt, und zwar per Live Looping. Dabei kommen stets überraschend ausgereift wirkende Songs raus. Das nötigt mir allergrößten Respekt ab, weil man ja das vollständige Stück mit exaktem Timing komplett im Kopf haben muss, und gleichtzeitig noch sauber spielen und singen muss.

Ich sehe hier ein perfektes Beispiel, wo das moderne elektrische Getüdel in der Musik nicht nur Gimmick ist, sondern ein Mittel, mit Talent richtig gute Musik zu ermöglichen.

Hier ein paar Beispiele auf der populären Videoplattform:


     
   
     


03.08.17 10:22 Kristof [2 Kommentare]


Die gute Nachricht


Das Boot passt in die Scheune.

Habe ich Haus und Hof doch nicht umsonst gekauft.


     
   
     


29.07.17 22:49 Kristof [2 Kommentare]


Mithilfe erwünscht


Die Beschäftigung mit den Theodore Fred Abel Papers in den letzten Tagen hat mir wieder einmal gezeigt, wie mühsam das Sichten historischer Dokumente ist.

Zunächst einmal muss man natürlich sehr dankbar sein, daß es diese Berichte überhaupt gibt, und auch, daß die "Hoover Institution Library & Archives" diese nun vollständig gescannt und öffentlich gemacht hat. Die Daten sind von einem Soziologen erhoben worden und können auch heute noch von Soziologen ausgewerten werden, jetzt noch leichter als bisher.

Andererseits ist jeder einzelne Bericht für sich ein wertvolles Zeitdokument für "Heimatforscher" bzw. einfach historisch Interessierte Menschen. Ich habe z.B. zwei Beispiele für Darmstadt und gleich 3 Berichte mit Langen-Bezug gefunden, durch Durchsuchen des Bestandes.

Aber da beginnen die Probleme. Wie in vielen Internetportalen von Archiven sind die Dokumente zwar theoretisch frei zugänglich, aber andererseits sind sie verborgen hinter der Javascript-Hölle von Suchergebnissen und Anzeigetools. Das Scollen in der Liste aller Dokumente der Theodore Fred Abel Papers ist schlicht "a pain in the ass", alles ist schleichend langsam und lädt erst bei Bedarf nach. Die eigentlichen Original-Dateien (zwischen zwei bis 40 Jpg-Dateien pro Lebenslauf) bekommt man nur durch mühsames Klicken durch langsam ladende Vorschau-Bildchen. Da gibt der Amateur schnell wieder auf.

Schade eigentlich, denn so bleibt dieser Schatz vielfach ungenutzt. So habe ich mich entschlossen, für diese Papers eine komplette Übersichtsseite zu erstellen, bei der man auf einen Schlag alle Namen angezeigt bekommt. Und natürlich mit den Direkt-Links zu den Original-Dateien. Hier ist diese Seite. Jeder Name besitzt auch einen Permalink, falls man mal auf einen bestimmten Lebenslauf verlinken muss.

Ein anderes Problem ergibt sich daraus, daß zu den Personen kein Ort angegeben ist, oder die Lebensstationen. Das macht es dem Heimatforscher in Gütersloh oder Zweibrücken natürlich schwer, die Berichte zu finden, die für seine Region relevant sind. Letztlich muss man alle 584 (teils handschriftlichen) Berichte - das sind 3726 Seiten - überfliegen, um zu finden, was man brauchen kann.

Da nützt auch meine Übersicht nicht wirklich, auch wenn es dadurch etwas schneller geht. Ich habe allerdings zumindest für einige der Berichte, die ich gelesen habe, die entsprechenden Orte hinzugefügt. Also den aktuellen Wohnsitz (meist auf der letzten Seite angegeben) und wo erwähnt auch Lebensstationen. Für Hermann Kleinfeld sieht das dann so aus: "Duisburg; (Brandenburg Havel > Düren > Potsdam > WK1:Verdun > WK1:Sedan > WK1:Mons > Kassel > Berlin > Gera > Plauen > Duisburg)". Für den schon genannten Willi Barth so: "Langen (Langen > Frankfurt > Darmstadt > Griesheim/Main)"

Das kann ich natürlich nicht selbst für alle Lebensläufe machen. Deshalb meine Bitte: Falls jemand sich den ein oder anderen Bericht vornimmt, bitte notiere er sich diese Daten (gern auch weitere Lebensdaten) und schickt sie mir, bitte stets zusammen mit der "ID" der Person (z.B."50000.01.0198"). Falls jemand viel Zeit und Lust hat und einen ganzen Batzen Berichte durchforsten mag, der sollte sich evtl. mit mir absprechen, damit hier keine doppelte Arbeit gemacht wird (siehe "Email" rechts oben). Experten für Handschriften schnappen sich bevorzugt die Berichte, die mit "handschriftlich" markiert sind.

Ich werde dann regelmäßig die Übersichtsseite ergänzen.


     
   
     

     
   
     

[Serie]

29.07.17 12:26 Kristof [0 Kommentare]


Wie wurde ich Nazi?


Heute habe ich gelernt, daß es 1934 der polnisch-amerikanische Soziologe Theodore Fred Abel geschafft hat, über 600 Lebensläufe von Nationalsozialisten zu bekommen, in denen sie beschreiben, wie sie das denn so geworden sind. Diese Berichte sind inzwischen digitalisiert: Theodore Fred Abel papers, 1934. Das klingt natürlich sehr interessant, denn diese Selbstbeschreibungen sind in einer Zeit der nationalsozialistischen Euphorie entstanden.

Beim Durchscrollen fällt mir plötzlich ein Name auf: "Willi Barth". Und tatsächlich, es handelt sich um "Wilhelm Heinrich Barth" (Eintritt in die Partei: 1.3.1930), Ortsgruppenleiter der NSDAP in Langen. Der "Langen - Stadtführer 1933 - 1945" (gerade letztens erst erwähnt) schreibt u.a. über ihn:

In dem am 25. Februar 1948 vor dem Landgericht Darmstadt geführten Prozeß wegen der Zerstörung der Synagoge im Jahre 1938 wurde Barth als Mitverantwortlicher angeklagt, und zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Wilhelm Barth lebte bis zu seinem Tod im Jahre 1987 in Langen.

Barth, "Stadtbaumeister, Propaganda- u. Presseamtsleiter der N.S.D.A.P. Ortsgruppe Langen" berichtet 1934 über sich selbst:

Meine ersten 8 Lebensjahre durfte ich als einziger Sohn meiner Eltern vor Ausbruch des Weltkrieges in Freuden und Sonnenschein verbringen. (...) So gross die Freude über jeden errungenen deutschen Sieg war, so gross war auch unsere Enttäuschung über den unerwarteten Ausgang des Weltkrieges. In der Schule und im engreren Familienkreis wurde über die "Revolution" debattiert. Ein hiesiger Jude hatte sie in Langen ausgerufen. (...)
Die letzten deutsche Truppen hatten noch keinen halben Tag Langen verlassen, als auch schon französische Offiziere hier einritten und die Besatzungsgrenzen festlegten. Kurz darauf bekam unsere Stadt starke Besatzung. Sämtliche Privathäuser wurden mit Einquartierung belegt, Neger, Marokkaner und Arraber wurden in Schulen und öffentlichen Gebäuden untergebracht. An den Ortsausgängen und Strassenkreuzungen wurden Passkontrollen eingerichtet. Mit den farbigen Kolonialtruppen trieben wir allerlei Allotria. Die Kerle waren sehr dumm, das Vorzeigen einer alten Zeitung genügte vollkommen als Ausweis. Gefährlich war es nachts für Frauen und Mädchen. Rassenschande und Vergewaltigungen sind in Langen leider genug vorgekommen. (...)
(...) Im Februar 1930 erfuhr ich, dass eine nationalsozialistische Besprechung in Langen stattgefunden hatte und eine Ortsgruppe sich in der Gründung befand. Ich kam zur zweiten Besprechung, es waren 10 - 12 Volksgenossen anwesend. Der damalige Gauleiter Pg. Ringshausen sprach. (...)
(...) Den grossartigen Aufstieg der NSDAP durfte ich in unserer Ortsgruppe als verantwortlicher Propaganda- und Pressewart sowohl als auch als SA-Führer miterleben. In dieser Eigenschaft führe ich alle Wahlkämpfe in Langen von Sieg zu Sieg. Die politischen Gegner wurden in der Lokalpresse, in Flugblätter und Plakaten, in Versammlungen und wenn es garnicht mehr anders ging auch auf der Strasse niedergerungen. (...)
(...) Langen (Hessen), den 12. August 1934

Neben Barth finde ich auch noch einen gewissen August Zimmermann aus Egelsbach. Er schreibt über sich:

Im Weltkrieg, den ich bei dem I. Luftschifferbattalion von 1916 - 1918 mit-machte, vertrat ich den Standpunkt, dass Karl Liebknecht der Retter des Vaterlandes sein könnte. Nach dem Kriege schloss ich mich der U.S.P. an und schied aus dieser wieder aus, da ständig Unterschlagungen an der Tagesordnung waren. Im Jahre 1926 lernte ich den damaligen nationalsozialistischen Stadtrat Ferdinant Abt kennen. (...) Da die Bevölkerung von Egelsbach zu 80% marxistisch eingestellt war, konnte ich vorerst nichts ausrichten und war ich gezwungen mich der Ortsgruppe Langen anzuschließen. (...)
(...) Ein ähnliches Bild sah ich, als Pg. Dr. Göbels in Langen sprach. Schupobeamte schwer bewaffnet standen in Massen auf der Strasse und konnte auch hier festgestellt werden, wie Sozialdemokraten und Komunisten unbehelligt Dr. Göbels mit Steinen bewerfen konnte. Statt die Uebeltäter zu verhaften wurde der Motor SA-Mann Willi Barth, welcher Dr. Göbels schützen wollte, verhaftet und mit dem Gummiknüppel schwer zugerichtet. (...) Durch die Berufung Adolf Hitlers zum Reichskanzler wurden allen Gemeinheiten die Spitze abgebrochen und leb(en) wir heute in dem saubersten Staat der Welt. (...)

Leider steht in der Liste der digitalisierten Berichte nur der Name, aber nicht der Wohnort. Wer weiss, vielleicht finden sich noch mehr bekannte Persönlichkeiten.

Wer sich fragt, wie man Nationalsozialisten dazu bringt, so offen über ihre "Karriere" zu berichten: Mit einem Wettbewerb, und Preisgeld.

Nachtrag 28.7.2017: Da gibt es noch einen mit Langen-Bezug, auch wenn er kaum etwas direkt über Langen schreibt: Karl Heinrich Müller, geb. 25. 4. 1869. Ein ziemlicher Schwätzer irgendwie, dem man auch an der Handschrift ansieht, wie er sich hineinsteigert, je erfolgreicher die Nazis werden. Bei vielem kann man den lokalen Bezug nur raten, aber immerhin nennt er auch die Steine auf "Dr. Goebels":

Überall Aufmärsche. Dr. Goebels wurde von Marxisten nach einer Wahlrede in Langen mit Steinen beworfen. Die rote Leuchnerpolizei schlug mit Knüppeln auf die SA ein und verletzten die Dr. Goebels schützenden SA Männer.

Der spätere Verlauf des "Dritten Reiches" scheint diesen Mann weniger begeistert zu haben. So finden wir im Sterbenebenregister des Standesamts Langen 1945 den Eintrag:

Der Eisenbahn-Ingenieur außer Dienst Karl Heinrich Müller, wohnhaft in Langen, Gartenstraße 56, ist am 22. April 1945 in Langen in der Luderschneise des Stadtwalds tot aufgefunden worden. (...) Todesursache: Selbstmord

     
   
     


24.07.17 15:54 Kristof [3 Kommentare]


Hinweis


Es war gestern einiges über den Abschlußbericht zu den Missbrauchsfällen bei den Regensburger Domspatzen zu lesen. Hier findet man den kompletten Bericht als PDF. Über 400 Seiten, schmerzhaft zu lesen, machen aber dennoch Mut und Hoffnung, daß solche Grausamheiten unabhängig aufgeklärt werden können.

(via)


19.07.17 15:57 Kristof [0 Kommentare]


Hinweis


Wer sich für das Thema "Langen im Dritten Reich" interessiert, der findet hier das komplette Buch "Langen - Stadtführer 1933 - 1945" online als PDF.


14.07.17 15:47 Kristof [0 Kommentare]


Was passiert ...


... wenn man einen Sonnenschirm mit der Aufschrift "Schneider Weisse" zusammenklappt.


     
   
     


29.06.17 14:37 Kristof [1 Kommentar]


America`s Cup


7:1, das nennt man im Sportschau-Sprech wohl "pulverisiert". (Eigentlich war's ja sogar ein 8:1)


26.06.17 20:56 Kristof [1 Kommentar]


Rot


Ich möchte, daß ihr mich von jetzt an Claudia Bertani nennt.


     
   
     

     
   
     

     
   
     

     
   
     

[Serie]

20.06.17 06:29 Kristof [12 Kommentare]


Plump


Die heutigen Christen sind doch eher defensiv in ihrer Rhetorik, und ihre moralische Überlegenheit behaupten sie zwar oft, aber vorsichtig und indirekt.

Hin und wieder gibt es aber entlarvende Ausreißer. So z.B. gestern der katholischer Theologe, Kabarettist(!) und Facharzt für Nervenheilkunde(!!) Manfred Lütz, der in einem Interview mit HR-Info jegliche Scham fallen lässt und tatsächlich solche Dummheiten behauptet wie: "... z.B. das Mitleid ist eine christliche Erfindung, die Heiden hatten kein Mitleid. Die haben Behinderte ausgesetzt und so weiter. Das Christentum hat das Mitleid eingeführt, die Toleranz ist eine christliche Erfindung. Also Menschen anderer Meinung zu tolerieren, das kannten die Römer so gar nicht. (...) Aber auch Atheisten schöpfen da sozusagen aus einer christlichen Tradition. ..." Leider mehr oder weniger unwidersprochen.

Natürlich kann er sowas sagen, er ist schließlich kein Vertreter der Kirche. Von offizieller Seite habe ich schon lange nicht mehr solche moralische Arroganz erlebt.

(Hier der Ausschnitt mit obigen Zitaten)


13.06.17 09:48 Kristof [7 Kommentare]



[|<<<] [ << 1]  (Seite 2)   [3 >>] [ >>>|]

24.09.2017, 05:07:12